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Forschung für Nachhaltige Entwicklung

Rahmenprogramm Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA)

Seit 2005 fördert das Rahmenprogramm Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA) Forschung für zukunftsorientiertes Handeln und innovative Lösungen für eine nachhaltige Gesellschaft. Mit dem nunmehr dritten Rahmenprogramm FONA³ wird diese Nachhaltigkeitsforschung in Deutschland vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) weiter unterstützt. Im Mittelpunkt steht das Handeln aller Menschen nachhaltiger zu gestalten und sie systematisch in Forschung und Verbreitung von Ergebnissen einzubeziehen. FONA³ verknüpft daher Bildung für nachhaltige Entwicklung systematisch mit der Forschung. Erfolgreiche Forschung soll so lange unterstützt werden bis sie sich auch als Innovation in der Breite etablieren kann.

Zentrale Elemente der Programmstruktur sind die drei Leitinitiativen (Green Economy, Zukunftsstadt, Energiewende) und vier übergreifende Felder der Vorsorgeforschung (Lebensqualität und Wettbewerbsfähigkeit sichern und verbessern, Ressourcen intelligent und schonend nutzen, Gemeinschaftsgüter Klima, biologische Vielfalt, Land und Meere schützen und Bildung und Forschung: miteinander für nachhaltige Entwicklung). FONA³ setzt bewährte Elemente, wie das Förderinstrument der Verbundforschung und das hohe Maß an Inter- und Transdisziplinarität, in weiterentwickelter Form ein.

Forschung zu globalen Herausforderungen kann nur dann exzellent und wirkungsvoll sein, wenn sie international vernetzt ist. Das BMBF bündelt die Aktivitäten der länderübergreifenden Zusammenarbeit in drei Programmlinien: Europäische Zusammenarbeit, internationale Partnerschaften für nachhaltige Innovationen (CLIENT) und internationale Zusammenarbeit in der Vorsorgeforschung. CLIENT II liefert einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung von FONA³ und versammelt die wirtschaftsorientierten internationalen Aktivitäten unter dieser Dachmarke.

Zur FONA³ Programmstruktur gehören drei Systeme mit hoher Relevanz für nachhaltige Entwicklung, die in Form von Leitinitiativen umgesetzt werden: Green Economy, Zukunftsstadt und Energiewende. FONA³ fokussiert damit einen größeren Teil der geförderten Nachhaltigkeitsforschung auf die Umsetzung von Forschungsergebnissen in konkrete technische und soziale Innovationen. Ein zentraler Aspekt dieses Ansatzes ist die Unterstützung von Unternehmen, neue Erkenntnisse der Forschung aufzugreifen und möglichst schnell für innovative Produkte, Verfahren und Dienstleistungen anzuwenden.

Über die drei genannten Leitinitiativen hinaus sind die Forschungsgebiete von FONA2 weiterhin relevant, deren langfristige Bewältigung nur gelingen kann, wenn in den Forschungsfeldern auch jenseits von bereits anwendungsfähigen Lösungen der Erkenntnisfortschritt befördert und Grundlagenwissen erweitert wird. In Anknüpfung an FONA2, stehen daher vier übergreifende Felder der Vorsorgeforschung im Fokus von FONA³: Lebensqualität und Wettbewerbsfähigkeit sichern und verbessern, Ressourcen intelligent und schonend nutzen, Gemeinschaftsgüter Klima, biologische Vielfalt, Land und Meere schützen und Bildung und Forschung: miteinander für nachhaltige Entwicklung. Forschung und Bildung sind in diesem Rahmenprogramm eng miteinander verzahnt, denn eine nachhaltige Gesellschaft braucht neben technologischen auch gesellschaftliche Innovationen. FONA³ setzt bewährte Elemente, wie das Förderinstrument der Verbundforschung und das hohe Maß an Inter- und Transdisziplinarität, in weiterentwickelter Form ein.

Um der globalen Aufgabe Nachhaltigkeit gerecht zu werden, stärkt das BMBF mit dem Rahmenprogramm FONA³ die internationalen Partnerschaften für Nachhaltigkeit weiter und übernimmt damit international Verantwortung. Im Rahmen von FONA³ unterstützt das BMBF die Vereinten Nationen beispielsweise über die Förderung der Arbeit des zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC) oder die des Weltbiodiversitätsrats (IPBES). Zudem sind die nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Developments Goals – SDGs) der Vereinten Nationen sowie die Zielsetzungen des EU-Forschungsrahmenprogramms „Horizon 2020“ die wichtigsten strategischen Bezugspunkte für eine im globalen Maßstab kohärente Arbeit. Darüber hinaus sind bi- und multilaterale Innovationsallianzen von großer Bedeutung. Bislang investiert das BMBF im Zuge der Forschung zur Nachhaltigkeit jährlich ca. 100 Millionen Euro in internationale Kooperationen, insbesondere in Entwicklungs- und Schwellenländern.

Das BMBF bündelt die Aktivitäten der länderübergreifenden Zusammenarbeit in drei Programmlinien: Europäische Zusammenarbeit, internationale Partnerschaften für nachhaltige Innovationen (CLIENT) und internationale Zusammenarbeit in der Vorsorgeforschung. CLIENT II liefert einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung von FONA³ und fasst die wirtschaftsorientierten internationalen Aktivitäten unter dieser Dachmarke zusammen.

Ziel von FONA³ ist, Innovationen für eine nachhaltige Gesellschaft zu fördern. Um die Wirkung des Rahmenprogramms zu gewährleisten, werden die Fördermaßnahmen von vornherein auf klar formulierte Ziele ausgerichtet und die Zielerreichung systematisch evaluiert. Die jeweiligen Resultate und Effekte der geförderten Arbeiten sollen dabei – soweit möglich – anhand von möglichst spezifischen, messbaren und zeitlich definierten Indikatoren nachvollzogen und dokumentiert werden. Evaluation und Wirkungsanalyse werden darüber hinaus der strategischen Weiterentwicklung von Programmstruktur und -inhalten dienen.

Neben den Einsichten aus den Evaluationen der laufenden und abgeschlossenen Maßnahmen werden die Inhalte in FONA³ fortlaufend dahin gehend überprüft, ob sie durch neue Themen und Trends in der Nachhaltigkeit ergänzt werden sollten.

Ein bewährtes Instrument sind die Verbundprojekte, die sich durch hohe Ansprüchen an transdisziplinäre Elemente, partizipative Elementen sowie eine moderne Wissenschaftskommunikation auszeichnen. Transformative Forschung, wie Reallabore, sind neue Elemente der Projektförderung in FONA³.