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Fast Facts
Landmanagement
Regionaler Schwerpunkt
Marokko
Laufzeit
01.07.2019 - 30.06.2022
Fördervolumen
1.980.906 €
Förderkennzeichen
01LZ1807A-G
Kontakt

Koordinator: Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen e. V.

Ansprechpartner: Dr. Sc. Dipl.-Ing. Frank-Andreas Weber und Janine Moeller

Adresse: Kackertstraße 15-17, 52056 Aachen

Tel.: +49 (0)241 - 80 2 68 38

E-Mail: moeller@fiw.rwth-aachen.de

 

Projektpartner in Deutschland

  • Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen e.V. (FiW), Aachen
  • Universität Hohenheim, Institut für Agrartechnik, Stuttgart
  • Fachhochschule Aachen, IAP, Jülich
  • International Center for Conversion (BICC), Bonn
  • Palaterra Betriebs- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Hengstbacherhof TRAC Technik LBVGmbH, (TRAC), Wülfrath
  • SEBA Hydrometrie GmbH & Co. KG, Kaufbeuren

 

Projektpartner in Marokko

  • Université Moulay Ismail, Meknès
  • École nationale d'agriculture de Meknès
  • IAV Institut Agronomique et Véterinaier Hassan II, Rabat
  • Agence du Bassin Hydraulique de Sebou (ABH Sebou), Fèz
  • Régie Autonome de Distribution Eau et Electricité Meknès (RADEM), Meknès
  • OLEAFOOD Meknès
I-WALAMAR

Zukunftsfähige Technologien und Dienstleistungen für das Wasser- und Landmanagement in Marokko

Marokko gilt als aufstrebendes Land im Maghreb. Eine der Säulen der wirtschaftlichen Entwicklung ist die Landwirtschaft. In einer Region am Übergang zur Sahara bringt diese Entwicklung massive Auswirkungen auf ein ohnehin fragiles System der Land- und Wassernutzung mit sich. Eingebettet in wasserwirtschaftliche Strategien und sozialwissenschaftliche Untersuchungen entwickelt das deutsch-marokkanische Projekt I-WALAMAR innovative landwirtschaftliche und kreislaufwirtschaftliche Techniken, um eine integrierte Ressourcen- und optimierte Farmbewirtschaftung unter Erhalt der Ökosystemleistungen zu implementieren. Das Vorhaben setzt damit Impulse für ein nachhaltiges Land-, Wasser- und Stoffstrommanagement in Marokko..

Prosperierende Landwirtschaft im Einklang mit nachhaltiger Ressourcenbewirtschaftung

Die marokkanische Landwirtschaft erlebt derzeit eine Intensivierung und Kommerzialisierung. Dies hat neben ökonomischen und sozialen auch signifikante Auswirkungen auf die Boden- und Wasserressourcen in den Anbaugebieten. Die Klimakrise löst zusätzlichen Stress aus.

Ziel des Verbundvorhabens I-WALAMAR ist die Erprobung und Umsetzung praxisnaher Lösungen für Marokko im Hinblick auf eine lokale Kreislaufführung, den Erhalt von Ökosystemleistungen, die Restauration stark degradierter Böden sowie eine Optimierung der Anbaukulturen mittels innovativer Forschungsansätze. In der Fés-Meknès-Region sollen exemplarisch Elemente einer kreislauforientierten Ressourcenbewirtschaftung umgesetzt werden.

Im I-WALAMAR-Konsortium arbeiten vier Forschungseinrichtungen und drei Wirtschaftsunternehmen aus Deutschland mit marokkanischen Partnern aus der Land- und Wasserwirtschaft unter der Koordination der Université Moulay Ismael zusammen.

Impulse für eine kreislaufbezogene Land- und Wasserwirtschaft

Das Konsortium strebt die Umsetzung eines bedarfs- und standortorientierten landwirtschaftlichen -und kreislaufwirtschaftlichen Ansatzes an, unter Einbeziehung der Wechselwirkungen zwischen Wasser- und Landressourcen sowie soziökonomischen Effekten.

Hintergrund und Projektansatz von I-WALAMAR. © Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen (FiW) e.V.
Hintergrund und Projektansatz von I-WALAMAR. © Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen (FiW) e.V.

Nach einer Bestandsaufnahme der technischen und sozioökonomischen Faktoren sollen

  • eine Analyse der Wasserressourcen (oberirdische Fließgewässer und Grundwasser) durchgeführt sowie  
  • eine Strategie für ein nachhaltiges Land- und Wassermanagement unter besonderer Betrachtung der Stoffströme alternativer Ressourcen, wie organische Abfälle der Olivenölproduktion, Schnittabfälle der Landwirtschaft und kommunale Klärschlämme  entwickelt werden.

Die Wasserdemonstrationsprojekte betreffen

  • die Optimierung der Klärschlammaufbereitung zur Konfektionierung der Untersuchungen zur Düngerwirkung auf den Versuchsfeldern,
  • die Versuche zur Erhöhung der Ressourceneffizienz und Verringerung nachteiliger Substanzen wie Polyphenole in Reststoffen der Olivenölherstellung und
  • die Untersuchung zur energetischen Verwertung organischer Reststoffe.

Die Landtechnologiedemonstrationsprojekte betreffen

  • die Produktion standortgerechter bodenverbessernder Substrate aus biogenen Reststoffen, Hydrogelen und alternativen natürlichen Ressourcen zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit und Steigerung der Wasserhaltungsfähigkeit,
  • die Entwicklung und Anpassung der Landtechnik (zum Auf- und Einbringen fester und flüssiger Substrate in die Kulturböden und zur Neuschaffung kultivierbarer Böden durch Entsteinung und Entfernung der oberflächennahen Salzschichten),
  • die Erforschung des Einsatzes der Substrate in vergleichenden Mischanpflanzungen von Baumkulturen (Oliven) und einjährigen Kulturen,
  • die Entwicklung von Techniken zur Bereitstellung von Agrarmeteorologie- und Bodenzustandsdaten.

Als Begleitforschung werden (potentielle) Konflikte und Innovationen im landwirtschaftlichen Transformationsprozess analysiert.

Landwirtschaft, Boden- und Wasserressourcen in der Fés-Meknès-Region. © Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen (FiW) e.V.
Landwirtschaft, Boden- und Wasserressourcen in der Fés-Meknès-Region. © Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen (FiW) e.V.

Technische und strategische Handlungsempfehlungen

Die Ergebnissynthese beinhaltet die Erfassung potentieller sozio-ökonomischer Auswirkungen neuer Anbau- und Ressourcennutzungstechniken sowie die Entwicklung von Zukunftsszenarien im Hinblick auf ökologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen. Das Projektmanagement umfasst ein Bildungsprogramm zum technischen Wissenstransfer sowie die Entwicklung eines Awareness-Rising Konzepts bestehend aus Augmented-Reality-Techniken und Dokumentarfilmen.

Die Ergebnisse sollen Einzug in die land- und wasserwirtschaftliche Praxis in der Fés-Meknès-Region nehmen und die bilaterale Forschungskooperation sowie die wirtschaftliche Zusammenarbeit stärken.

Projektstart I-WALAMAR

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Teilnehmende des Kick-off-Treffens an der Universität Moulay Ismail Meknès.
Am 27. November starteten deutsche und marokkanische Partner das Projekt I-WALAMAR (Zukunftsfähige Technologien und Dienstleistungen für das Wasser- und Landmanagement in Marokko) unter Beteiligung des Universitätspräsidenten und des DLR Projektträgers an der Universität Moulay Ismail in Meknès, Marokko.